Warum ich mich als Ordnungsberaterin selbstständig gemacht habe

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Mein Warum.

Bevor ich Kinder hatte, wäre es mir nie in den Sinn gekommen, mich selbstständig zu machen. In meiner Familie war noch nie jemand selbstständig (nur mein Mann) und mir war lange nicht bewusst, wie sehr mich diese "auf der sicheren Seite"-Mentalität geprägt hat.

Nach den Geburten meiner beiden Kinder bin ich jeweils wieder in meinen Job als Nachrichtenredakteurin zurückgekehrt und war dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, meinen Beruf weiterhin auszuüben.

Aber dann kam plötzlich sehr viel auf einmal zusammen: Hausbau, Umzug, Jobeinstieg, plötzlich erkrankte Schwiegereltern, daneben der Alltag mit zwei Kleinkindern - und wenig Zeit für die Partnerschaft, meine Hobbies, Freunde und mich selbst. Ich war gefühlt nur noch damit beschäftigt, Sachen von A nach B zu räumen und irgendwelche Feuer zu löschen anstatt proaktiv und mit Freude meinen Alltag und meine Ziele anzugehen.

Ich war völlig ausgelaugt und merkte, dass sich was ändern muss.

Schritt für Schritt raus aus dem Hamsterrad

Es hat sich viel geändert. Nicht über Nacht, sondern langsam und Schritt für Schritt. Sowohl im Außen als auch im Inneren.

Ich habe bewusst überlegt, mit welchen Dingen wir als Familie uns umgeben wollen und ob wir diesen ganzen Kram wirklich brauchen (außen). Ob meine Kinder wirklich nachmittags all diese Aktivitäten und Verabredungen brauchen oder wir nicht lieber Zeit gemeinsam und ohne Stress verbringen. Parallel habe ich mich viel mit persönlicher Weiterentwicklung beschäftigt und an meinem Mindset gearbeitet (innen).

Von Chaos zu Klarheit

Als ich den ganzen visuellen und terminlichen Lärm abgestellt habe, habe ich gemerkt, dass der Großteil des Stresses hausgemacht war. Und ich mir selbst am meisten im Weg gestanden bin. Das habe ich aber erst realisiert, als ich etwas geändert habe und einen neuen Blickwinkel eingenommen habe. Vorher war ich zu busy, zu sehr im Tunnel des Funktionierens, um das zu sehen.

Nach und nach habe ich viele kleine Schritte unternommen, um meinen Alltag zu vereinfachen. Ich verschlang alles, was mit Ordnung, Organisation, Routinen und Gewohnheiten zu tun hatte. Auf einer Reise nach Neuseeland 2016 entstand die Idee für mein Home Organizing-Business. Ich war so angefixt, dass ich noch während des Urlaubs meine Domain reserviert habe. Bis sie online ging, dauerte es lange (bis Ende 2017). #analysisparalysis #unangebrachterperfektionismus

Auch dieser Weg war und ist kein geradliniger. Aber Ich habe in diesen wenigen Jahren mehr gelernt, als in den 20 Jahren davor und bin mit jeder Hürde gewachsen.

Ordnung kann man lernen

Unsere Umgebung beeinflusst uns mehr, als wir glauben. Jeder Papierstapel, jede Chaos-Ecke lässt uns an all unsere unerledigten Aufgaben denken und entzieht uns Energie und Lebensfreude. Äußere Ordnung und innere Ruhe bedingen sich gegenseitig. Davon bin ich so überzeugt wie davon, dass JEDER lernen kann, ein organisiertes Leben zu führen. Das weiß ich, weil ich es selbst gelernt habe. Und inzwischen vielen Frauen zeigen durfte, wie auch sie ihren Alltag vereinfachen und mehr Lebensfreude haben können.

Individuelle Lösungen für jede Frau

Jede Frau, jedes Haus und jede Situation ist anders. Manche haben gerade ein Baby bekommen, andere ziehen um oder müssen den Tod eines Elternteils oder eine Trennung vom Partner verarbeiten. Gemeinsam ist allen, dass sie mehr Leichtigkeit im Alltag und mehr Lebensqualität haben wollen. Ihr Leben bewusst genießen wollen anstatt sich im Hamsterrad zu drehen.

Die Lösungen sind daher so individuell wie die Frauen. Da gibt es kein "one size fits all", die für alle anwendbar ist. Wie sieht der Alltag meiner Kundin aus? In welcher Lebensphase steckt sie? Was beschäftigt sie gerade? Wie kann sie neue, nützliche Routinen und Gewohnheiten etablieren?

Mit Fragen wie diesen versuche ich, auf jede Kundin ganz individuell einzugehen und viel über sie zu erfahren. Die Arbeit macht mir riesigen Spaß und erfüllt mich. Es ist so ein tolles Gefühl, einen positiven Unterschied im Leben eines Menschen bzw. einer Familie zu machen. Zudem kann ich mir meine Arbeitszeit frei einteilen und habe somit genug Zeit für meine Familie und die Freiheit, reisen zu können und das zu tun, was mir wichtig ist.

Dieses Gefühl trägt mich dann auch über Zeiten, in denen es mal nicht so rund läuft. Diese Zeiten gehören dazu und im Nachhinein merkt man oft, dass alles seinen Sinn hatte. Ich bin sehr dankbar für meinen bisherigen Weg und freue mich auf alles, was noch vor mir liegt.